EINE DOKUMENTATION
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Bau und Streckeneröffnung Am 1. August 1852 wurde der 32,5 Kilometer lange Streckenabschnitt von den Bayerischen Staatseisenbahnen (K.Bay.Sts.B.) zwischen Bamberg nach Haßfurt fertiggestellt. Bereits am 12. November 1852 wurde das zweite, 24,29 Kilometer lange Teilstück von Haßfurt nach Schweinfurt Hbf in Betrieb genommen. Damit war die Ludwigs-West-Bahn zwischen Schweinfurt und Bamberg durchgängig befahrbar.

Das Empfangsgebäude Haßfurt

Das mehrgliedrige Stationsgebäude aus Sandsteinquadern und Werksteingliederung in Seitenlage errichtet, besaß einen dreistöckigen Mittelbau mit Pyramidendach, an dem jeweils ein einstöckiger, überhöhter Seitenflügel mit Satteldach angebaut war. Der östliche Flügel wurde später aufgestockt. Die Fassaden waren durch Lisenen und waagrechte Gurtgesimse gegliedert. Im Erdgeschoss und im Obergeschoss des Mittelbaus waren zum Teil gereihte Rundbogenfenster und Türen mit Werksteinrahmen verbaut worden, in den Obergeschossen gab es Rechteckfenster. Im Mittelbau befanden sich Warteräume, ein Fahrkarten- und ein Gepäckschalter. Im östlichen Seitenflügel gab es eine Bahnhofsgaststätte. Eine separate Güterhalle im östlichen Bahnhofsbereich wurde nach Entwurf von Gottlieb Neureuter errichtet. Das Gebäude mit Werksteingliederung wurde aus Sandsteinquadern gebaut und besaß ein auskragendes Satteldach. Die Ladetore im Rundbogenstil befanden sich an den Seitenrampen. Der Bahnhof gehörte 1938 zur Rangklasse II. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen Am 15. März 1892 wurde die 15,5 Kilometer lange Sekundärbahn nach Hofheim (Unterfranken) von der K.Bay.Sts.B. in Betrieb genommen. Durch Staatsvertrag zwischen dem Königreich Bayern und dem Herzogtum Sachsen-Coburg wurde die Enklave Königsberg des Herzogtums durch die Strecke verbunden. Aus diesem Grund wurde die Trassierung durch einen Umweg über Königsberg durch das Herzogtum Sachsen- Coburg mitfinanziert. 1907 wurde die Bahnverbindung Bamberg - Haßfurt zweigleisig ausgebaut. Ein Personentunnel wurde zu den zwei Inselbahnsteigen gebaut, die eine kurze Bahnsteigüberdachung besaßen und von gußeisernen Säulen getragen wurden. 1946 wurden zwei hohe Stellwerksgebäude mit Pyramidendächern im Bahnhof errichtet. Am 2. Oktober 1954 wurde die Installation der Oberleitung zwischen Nürnberg und Würzburg abgeschlossen. 1978 nahm die Deutsche Bundesbahn (DB) die zwei alten Stellwerke aus dem Betrieb und ließ sie abreißen. Auf dem Hausbahnsteig entstand ein Stellwerksanbau mit einem modernen Stellwerk mit einer Teilüberdachung. Zwischen 1976 und 1999 wurde die Strecke Nürnberg - Würzburg ausgebaut und um ein drittes Streckengleis erweitert. Am 24. September 1994 stellte die Bahn den Personenverkehr und am 1. Juni 1995 den Güterverkehr nach Hofheim ein. Die Strecke nach Hofheim wurde 1997 stillgelegt und zurückgebaut. Heute führt ein Radweg über die Bahntrasse. Was hat sich verändert, was ist geblieben Das Empfangsgebäude und die Güterhalle von 1852 sind weitgehend erhalten und stehen unter Denkmalschutz.
Bilder Haßfurt
Luftaufnahme
Bahnhof von 1892
Die Eisenbahn “kam” am 1. August 1852 nach Haßfurt. Also 17 Jahre nach der Eröffnung der ersten Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth 1835. Haßfurt hatte zu diesem Zeitpunkt wenig Einwohner (Ende 2021 waren es 13.596 Einwohner).
Bahnhof von 1892 Filmbild Haßfurt Bamberg - Würzburg Bamberg Würzburg Hbf

Bahnstation Haßfurt

Planung und Konzession