Herrsching
Die 32 km lange Strecke von München-Pasing nach Herrsching am Ammersee wurde am 1. Juli 1903 eröffnet. Obwohl als Lokalbahn projektiert, wurden die Bahnhofsbauten was Größe und Ausstattung anging, über das übliche Maß hinaus gebaut. Der Bahnhof hatte drei Gleise und ein Ladegleis. Auf der Nordseite befand sich ein Lokschuppen. Der Grund dafür war in dem zu erwartenden Ausflugsverkehr von München begründet. Später wurden an Wochenenden zusätzliche Zugpaare von Münchner Hauptbahnhof nach Herrsching eingesetzt. Der Baustil wurde bewusst asymmetrisch und der Landschaft entsprechend angepasst. Ursprünglich besaßen alle Fenster und Türen Putzrahmungen mit farbig aufgemalter Pflanzen- Ornamentik. Bis 1910 war Herrsching Sitz der Betriebszentrale der Lokalbahn. Der elektrische Zugbetrieb wurde am 27. Mai 1925 aufgenommen. 1938 modernisierte man das Empfangsgebäude, wobei die Fassadendekore entfernt wurden. Anfang der fünfziger Jahre baute man die Lokbehandlungsanlagen ab. 1971 wurde die Gleisanlagen für den S-Bahn Betrieb umgebaut. 1994 stelle die Bahn den Güterverkehr ein. Das Empfangsgebäude steht unter Denkmalschutz.
Bilder Herrsching
Bahnhof 1903
Luftaufnahme
Die Eisenbahn “kam” am 1. Juli 1903 nach Herrsching. Also 68 Jahre nach der Eröffnung der ersten Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth 1835. Herrsching hatte zu diesem Zeitpunkt wenig Einwohner (Ende 2014 waren es 10.206 Einwohner).
Bahnhof 1903
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München - Herrsching
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