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Homburg (Saar) Hbf
Am 1. Juli 1848 eröffnete die pfälzische Ludwigsbahn-Gesellschaft den Kopfbahnhof, da er zu diesem Zeitpunkt Endstation der 35,39 km langen Eisenbahnstrecke von Kaiserslautern war. Die Bahnstrecke gehörte damals zum Königreich Bayern (seit 1816). Am 6. Juni 1849 verlängerte Eisenbahngesellschaft die Strecke um 8,76 km nach Bexbach zur damaligen preußischen Grenze bei Neunkirchen (Saar). Die Station Homburg wurde ein Durchgangsbahnhof. Am 7. Mai 1857 wurde die 11,13 km lange Bahnstrecke nach der Bezirksgrenze Zweibrücken (gehört heute zu Rheinland- Pfalz) eröffnet. Diese Strecke ist heute stillgelegt. Um die Kohlevorkommen und das Eisenwerk in St. Ingbert zu bedienen, baute die pfälzische Ludwigsbahn den Streckenabschnitt nach Hassel am 28. November 1866. Die Eröffnung nach St. Ingbert folgte am 1. Juni 1867. Am 15. Oktober 1878 wurde die Bahnlinie von St. Ingbert nach Saarbrücken eröffnet. Damit war der durchgängige Eisenbahnverkehr zwischen Homburg und Saarbrücken möglich. Am 1. Januar 1904 eröffnete die strategische Bahnverbindung nach Rohrbach den Betrieb. Die Bahnstrecke sollte im Falle eines Krieges mit Frankreich die Verbindung nach Saarbrücken sicherstellen. Gleichzeitig baute man aus denselben Gründen eine Eisenbahnverbindung nach Bad Münster am Stein, die am 1. Mai 1904 eröffnet wurde. Der Bahnhof Homburg war damit zu einem wichtigen Eisenbahnknoten geworden. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Bahnhof französisches Zollgebiet und wurde in Homburg (Saar) umbenannt. 1935 wurde das Saarland wieder nach Deutschland eingegliedert. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Empfangsgebäude zerstört. Dieselbe Prozedur mit dem Zollgebiet wie 1918 begann erneut und wurde erst mit der Rückgliederung des Saarlands in die Bundesrepublik Deutschland 1957 beendet. In der Nachkriegszeit diente eine Holzbaracke als Empfangsgebäude. Nachdem die Deutsche Bundesbahn ein neues Empfangsgebäude 1956 eröffnete, wurde auch der Bahnhofvorplatz 1959 erneuert. 1960 erfolgte die Elektrifizierung der Gleisanlagen Zwischen 2006 und 2010 sanierte die Deutsche Bahn AG die Bahnhofsanlagen. Durch die Umbaumaßnahmen durch das Konjunkturprogramm sanierte die Bahn AG das Empfangsgebäude. Leider verlor das Gebäude dabei seine Charakteristik, die durch die Vorbauten zur Schalterhalle verursacht wurden.  
Die Eisenbahn “kam” am 1. Juli 1848 nach Homburg. Also 13 Jahre nach der Eröffnung der ersten Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth 1835. Homburg hatte zu diesem Zeitpunkt ca. 3.200 Einwohner (Ende 2013 waren es 41.416 Einwohner).  
Bilder Homburg (Saar)
Bahnhof 1902
Luftaufnahme
Architektur der 1950er und 1960er Jahre
1954 begannen die Bauarbeiten für eine neues Empfangsgebäude, das 1956 eröffnet wurde. Es dominiert die verglaste Schalterhalle, mit angeschlossenem Gastronomiebereich.
Homburg (Saar) 1902 Homburg (Saar) 1956 Bahnhof 1940
Bahnhof 1940
Homburg (Saar) - Neunkirchen (Saar)
Saarbrücken - Mannheim
Z Bahnhof iel
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