EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Hagen-Kabel von der Straßenseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2021 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten Bahnstation Hagen-Kabel Bahnstation Hagen-Kabel

Bau und Streckeneröffnung

Mit den Bauarbeiten der „Ruhr-Sieg- Strecke“ zwischen Hagen und Siegen begann die Bergisch-Märkische Eisenbahn-Gesellschaft (BME) im Jahr 1858. Die Strecke wurde in mehren Teilabschnitten in Betrieb genommen. Der Abschnitt zwischen Hagen Hbf über Hagen-Kabel nach Letmathe wurde am 21. März 1859 eröffnet. Die 106 Kilometer lange Gesamtstrecke ging am 6. August 1861 in Betrieb. Der Bahnhof hieß ursprünglich Cabel.

Das Empfangsgebäude Hagen-Kabel

Das 1859 gebaute, einstöckige Stationsgebäude aus Backstein mit erhöhtem Dachgeschoss besaß auf Orts- und Gleisseite einen Giebelrisalit (ein Bauteil, das aus der Fassade vorspringt). Das Stationsgebäude hatte Wartesäle mit direkten Durchgang zum Hausbahnsteig sowie einen Dienstraum für Fahrkarten- und Gepäckaufgabe. Im Dachgeschoss war für den Stationsvorsteher eine Wohnung gebaut worden. In Richtung Hagen gab es einen einstöckigen, traufenständigen Anbau für den Güterschuppen. Später baute die BME auf der anderen Gebäudeseite einen weiteren Anbau. Der Hausbahnsteig verfügte über eine Überdachung.

Weitere Streckeneröffnungen und Ausbauten

Mit dem Ausbau des Rangierbahnhofs Hagen-Vorhalle im Jahr 1910 wurde 1913 eine Güterstrecke zur Ruhr-Sieg Strecke nach Hagen-Kabel verlegt. Dadurch bedingt erweiterte die Reichsbahn die Gleisanlage erheblich. Der Bahnhof erhielt zwei Stellwerksgebäude. 1922 wurde das alte Empfangsgebäude abgerissen. Der Güterbahnhof blieb jedoch erhalten.

Das zweite Empfangsgebäude

1922 wurde ein neuer, symmetrischer und zweistöckiger Putzbau in Betrieb genommen. Es wurde auf der gegenüberliegenden Gleisseite auf Straßenbrücken-Niveau errichtet. Dadurch konnten die Bahnsteige nur über eine hohe Eisenbrücke zu dem Seiten- und Mittelbahnsteig erreicht werden. Das zweistöckige Gebäude mit Mansardendach hatte einen giebelständigen Risalit mit Uhrenturm, durch den die Reisenden eine große Schalterhalle betreten konnten. Von dort erreichten sie auch die Wartesäle. An den Außenseiten gab es einstöckige Flachbauten, die als Windfang dienten und zu den Treppenhäusern führten. Die Dächer wurden als Balkon genutzt. Im Dachgeschoss gab es Wohnungen für die Bahnbediensteten. Das Gebäude hat auf der Gleisseite zwei Kellergeschosse, die bis zur Erdgeschossdecke reichten.

Weitere Streckeneröffnungen und Ausbauten

1952 wurde der Bahnhof von Kabel in Hagen-Kabel umbenannt. 1987 erhielt der Bahnhof ein neues Stellwerksgebäude. 1993 schloss die Deutsche Bundesbahn die Fahrkartenausgabe. Was hat sich verändert, was ist geblieben Der Uhrenturm wurde abgebaut und das ovale Fenster auf dem Dach der Schalterhalle durch ein Rechteckfenster ersetzt.
Bahnhof um 1913
Luftaufnahme
Bilder Cabel
Bahnhof um 1913 Planung und Konzession Hagen - Haiger Hagen Hbf Haiger PANORAMA