Hagen Hbf
Mit dem Bau der Stammstrecke der Bergisch-Märkischen Eisenbahn- Gesellschaft von Elberfeld nach Dortmund erhielt 1848/49 auch Hagen einen Anschluss an das sich rasch ausbreitende Eisenbahnnetz. Zunächst wurde die Strecke am 20. Juni 1848 für den Güterverkehr und ab 9. März 1849 auch für den Personenverkehr freigegeben. Nach der Eröffnung der Ruhr-Sieg-Strecke nach Siegen über Altena im Jahre 1861 gewann die Stadt zudem Bedeutung als Eisenbahnknotenpunkt. Das erste Empfangsgebäude war ungewöhnlich entworfen. Das im klassizistischen Baustil gebaute Gebäude besaß einen fast quadratischen Mittelbau, der durch vier Ecktürme umrahmt wurde, und zwei Seitenflügel. Die erste Bahnhofsanlage von eher bescheidenem Ausmaß genügte schon bald nicht mehr den gestiegenen Bedürfnissen. Neben einem umfangreichen Ausbau der Güterverkehrsanlagen in den 1860er und 70er Jahren entstand daher 1875 auch ein neues Empfangsgebäude. Am 14. September 1910 wurde als drittes Empfangsgebäude, der heute noch bestehende Bau samt zweischiffiger Bahnsteighalle, eingeweiht. Mittlerweile liefen elf Bahnstrecken in Hagen zusammen. Der neue Hauptbahnhof umfasste fünf Bahnsteige mit 16 Gleisen. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Empfangsgebäude beschädigt, der aufwendige Wartesaal zerstört. Während der Innenbereich 2004 bis 2006 modernisiert wurde, ist das Empfangsgebäude außen weitgehend unverändert geblieben. Die Bahnhofshalle restaurierte die Bahn in den 1990er Jahren denkmalgerecht. Sie ist ein bedeutendes Beispiel für die seit dem späten 19. Jahrhundert entwickelte Hallenkonstruktion in Stahlbauweise. Im Ruhrgebiet ist sie die einzige erhaltene "klassische" Bahnsteighalle und eine der wenigen ihrer Art in Deutschland. 2005 wurde der Containerbahnhof stillgelegt.
Bilder Hagen
Luftaufnahme
zweiter Bahnhof von 1875
Bahnhof von 1849
Bahnhof von 1849 zweiter Bahnhof von 1875
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